Einmal nicht richtig aufgepasst und schon ist es passiert – Stürze und ähnliche Unfälle kommen im Reitsport laufend vor! Damit diese keine schweren, teuren oder gar bleibenden Schäden hinterlassen, ist eine gute Schutzausrüstung Pflicht! Mit der richtigen Sicherheitsausstattung kann auch ein dramatisch aussehender Sturz glimpflich ausgehen.

Aber welche Ausrüstung ist wann notwendig? Wir haben uns auf dem Markt umgesehen, mit befreundeten Reitern gesprochen und recherchiert. Außerdem wollen wir in einer Umfrage wissen, wie ihr es bei dem Thema haltet. Die Umfrage findet ihr am Ende des Artikels.

Der Reithelm – ohne geht es nicht

Sehr wichtig: Der ReithelmEin guter Reithelm ist das A und O für jeden Reiter. Natürlich wäre es manchmal schöner ohne Helm unterwegs zu sein, gerade an heißen Tagen im Sommer. Aber Kopfverletzungen zieht man sich schneller zu als man denkt, tatsächlich sind Kopfverletzungen sogar die häufigsten Verletzungen im Reitsport! Ein stabiler Helm in gutem Zustand kann hier Leben retten.

Wichtig zu wissen: Helme werden mit den Jahren unsicherer. Die Weichmacher und Plastikteile verlieren an Stabilität und die Schutzwirkung lässt daher nach. Nach jedem Sturz, den der Helm abgefedert hat, sollte er außerdem ersetzt werden – denn viele Helme federn die Energie über Sollbruchstellen ab.

Reithandschuhe – mehr Grip

Nicht nur vor schmerzhaften Blasen schützen uns gute Reithandschuhe, sondern wir bekommen auch mehr Grip für alle anstehenden Arbeiten und beim Reiten! Sowohl bei der Stallarbeit als auch beim Kontakt mit dem Pferd schützen die Handschuhe darüber hinaus unsere Finger und Handflächen vor Schnitten, Verbrennungen und weiteren Verletzungen.

Wichtig ist bei Handschuhen, dass sie gut passen, sonst drohen eben die Blasen, die wir ja eigentlich vermeiden wollen.

Reitstiefel – im Stall und auf dem Pferd hilfreich!

ReitstiefelAuch die Reitstiefel zählen zu den Accessoires die bereits bei der Stallarbeit schützen können! Häufig agieren wir hier mit schweren Gegenständen oder bewegen uns auf rutschigen Böden. Gute Reitstiefel geben uns hier mehr Grip um Unfälle zu verhindern. Und wenn wir doch einmal falsch auftreten oder wegrutschen, schützen sie unsere Schienbeine und Knöchel. Gleiches gilt natürlich für Stürze vom Pferderücken.

Beim Reiten schützen sie außerdem Teile des Beines, wenn wir uns etwa zu nahe an einer Wand wiederfinden. Im Gegensatz zu anderen Schuhen haben Reitstiefel außerdem einen deutlichen Absatz, der ein Verhaken im Steigbügel verhindern sollen. Mit normalen Schuhen besteht eine viel größere Gefahr, bei einem Sturz im Steigbügel hängen zu bleiben.

Rückenprotektor – unauffällig und wirksam

Der Rückenprotektor sollte spätestens bei den ersten ambitionierten Sprüngen zum Einsatz kommen! Er schützt euch vor Verletzungen an der Wirbelsäule, welche statistisch gesehen bei uns Reitern zu den zweithäufigsten Verletzungen gehören.

Hier sollte Bequemlichkeit also nicht vor Sicherheit gehen, denn eine Querschnittslähmung setzt nicht nur der Reitkarriere ein Ende, sondern krempelt das ganze Leben um!

Viele Protektoren kann man übrigens problemlos unter der Reitjacke tragen. So ist „das sieht hässlich aus“ keine akzeptable Entschuldigung mehr.  Auch die Bewegungsfreiheit wird gar nicht oder kaum eingeschränkt.

Schutzweste – maximale Sicherheit!

Die Schutzweste empfiehlt sind insbesondere für alle die gerne etwas sportlicher unterwegs sind, etwa beim Springreiten oder im Gelände.

Im Gegensatz zum Rückenprotektor wird hier nicht nur der Rücken geschützt, sondern auch der Brustkorb und die Seiten. Hochwertige Westen schränken uns trotzdem nicht ein und haben einen hohen Komfort.

Ob einem der Schutz eines Protektors reicht oder es eine richtige Weste sein muss, ist eine Frage der persönlichen Risikobewertung. Einem guten Freund hat der Verzicht auf eine Weste dieses Jahr einige Rippenbrüche beschert. Er hat keine bleibenden Schäden davongetragen, aber der Reitsommer war für ihn erst einmal beendet.

Sicherheitssteigbügel – für den optimalen Abgang

Wenn wir doch mal aus dem Sattel müssen, können Sicherheitssteigbügel helfen, damit wir ohne Schäden unten ankommen und nicht am Pferd hängen bleiben.

Konzepte gibt es hier verschiedene, so gibt es etwa vorne geschlossene Bügel, die durch eine Schale verhindern, dass der Fuß durchtritt. Andere Bügel haben Schlaufen, die sich bei einem Sturz öffnen und den Fuß freigeben oder flexible Gelenke.

Welches Konzept ihr auswählt ist Geschmackssache, helfen tun sie grundsätzlich alle.

Reflexwesten & Lichter – sehen und gesehen werden.

Insbesondere in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig gut gesehen zu werden. Klassische Warnwesten oder kleine Reflexlichter leisten hier einen wichtigen Beitrag zur Unfallverhütung.

Wichtig ist es aber nastürlich auch, selbst ausreichend sehen zu können. Hierfür haben wir einige Kopflampen getestet.

Da all diese Artikel sehr wenig kosten, können wir nur dazu raten ein paar vorrätig zu halten. Auch wenn man sich vornimmt nur am hellen Tag unterwegs zu sein, können uns äußere Einflüsse jederzeit dazu zwingen, im Dunkeln zu tappen.

Wie haltet ihr es mit der Sicherheit?

Uns beschäftigt das Thema immer wieder, in großen Höfen hört man fast jede Woche von leichten oder schweren Unfällen. Doch wie sieht es bei euch aus? Nehmt an unserer Umfrage teil oder hinterlasst uns einen Kommentar!

Wie stehst du zur Schutzausrüstung für Reiter?

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