Was ist eine Reitweise, welche gibt es und wie unterscheiden sie sich? Dieser Fragen gehen wir heute nach. Ring frei, für die 5 maßgeblichen Reitweisen!

Was ist eigentlich eine Reitweise?

Frau mit Pferd - Abnehmen durch PferdesportEine Reitweise fasst einen bestimmten Stil zusammen, indem Pferde und Reiter ausgebildet sind. Die verschiedenen Reitweisen legen den Fokus auf verschiedene Aspekte des Reitens. Sie sind oft geprägt von bestimmten Gegenden und Kulturen.

In der Regel macht es Sinn, sich pro Pferd auf eine Reitweise zu konzentrieren. Ein geübter Reiter kann aber natürlich mehrere Reitweisen beherrschen.

Wir beschränken uns hier auf die 5 in unseren Augen wichtigsten Reitweisen.

1. Englische Reitweise

Die Englische Reitweise hätte eigentlich den Titel klassische Reitweise verdient. Denn dies ist die Reitweise, die die meisten Reitschüler am Anfang lernen. Vermutlich denken die meisten Menschen an die englische Reitweise, wenn sie an reiten denken. Dressurreiten, Springrreiten, Vielseitigkeit und vieles mehr sind ein Teil der englischen Reitweise.

Gewichtshilfen, ein stetiger Kontakt zum Pferdemaul und die daraus resultiertende Anlehnung sind wichtige Elemente dieser Reitweise.

2. Westernreitweise

Basierend auf dem Reitstil der amerikanischen Cowboys hat sich über die Jahre das Westernreiten als sportliche Disziplin und Reitweise entwickelt.

Die großen Besonderheiten sind das einhändige reiten mit durchhängendem Zügel und die kräftesparenden Bewegungen von Ross und Reiter. Elemente aus dem Cowboy-Alltag, wie das fangen von Rindern oder schnelle Wendungen gehören hier zum sportlichen Programm.

3. Klassische Reitweise

Die klassische Reitweise wird auch gerne als barocke Reitweise bezeichnet. Hier orientiert man sich an den höfischen Reitstilen aus dem 17. 18. und 19. Jahrhundert. Leichtigung, Anmut und Eleganz sind ein wichtiges Ziel dieser Reitweise.

Gleichzeitig gilt die klassische Reitweise als ein wichtiger Vorläufer für die moderne Dressur.

4. Iberische Reitweise

Auf der iberischen Halbinsel wurde schon früh Wert auf effizientes Reiten gelegt. Besonders im Kampf musste das Pferd stets seinen Gehorsam zeigen, was durch stetigen Kontakt zum Pferdemaul sichergestellt werden soll.

Besonderheiten sind eine hohe Wendigkeit, die sogenannten Schulsprünge und die prächtigen und hohen Sättel.

5. Leichte Reitweise

Die Leichte Reitweise ist eine relativ junge Reitweise und wird nicht von allen Reitern als solche anerkannt. Sie kombiniert mehrere Reitweisen miteinander um insbesondere für Freizeitreiter eine entspannte und angenehme Optimallösung zu erzielen.

Hier liegt der Fokus dem entsprechend weniger auf Turnieren und großem Sport. Sondern vielmehr auf eine schöne Zeit mit dem Pferd in der Natur. Entwickelt wurde sie von der deutschen Reiterin und Autorin Ursula Bruns.

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