Zwar gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Versicherung für Pferde oder Reiter, trotzdem sind einige für die allermeisten Reiter und Pferdebesitzer ein Muss! Wir geben einen schnellen Überblick über die verschiedenen Arten.

Wie bei Autoversicherungen entscheiden hier auch die Umstände über die Kosten und Möglichkeiten einer Versicherung. Ein wertvolles Turnierpferd wird natürlich anders eingestuft, als ein alter Pferd, das nur noch sein Gnadenbrot bekommt.

Der sorgfältige Vergleich lohnt sich daher immer! Wir raten dazu, die Vergleichsrechner von Tarifcheck.de zu nutzen!

Absolut notwendige Versicherungen:

Auf die Versicherungen dieser Kategorie zu verzichten wäre grob fahrlässig! Zwar spart ihr bei einem Verzicht ein paar Euro, ein nicht versicherter Zwischenfall kann euch aber unter Umständen in die Privatinsolvenz treiben.

Reiterunfallversicherung

Reiter UnfallversicherungSchwere Reitunfälle kommen tagtäglich in Deutschland vor, bleibende Schäden oder teure Operationen sind keine Einzelfälle. Die gesetzliche Krankenversicherung deckt Reitunfälle oft nicht ausreichend ab oder setzt andere Maßstäbe bei „ausreichend“ an, als den Patienten lieb wäre.

Diese Versicherung schützt also euch selbst bei einem Unfall und finanziert eure Wiederherstellung. Bei wirklich starken Unfällen, die etwa eine Verletzung der Wirbelsäule nach sich ziehen, wird auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig.

Tierhalterhaftpflichtversicherung

Diese Versicherung richtet sich an Pferdebesitzer und springt ein, wenn das eigene Pferd Schäden verursacht. Wenn das Pferd nach dem Tierarzt austritt oder einen Zaun zerstört seit ihr so auf der sicheren Seite. Das kann schneller geschehen als ihr glauben mögt!

Durch Pferde verursachte Schäden können schnell sehr teuer werden, stellt euch vor, euer Pferd geht im Straßenverkehr durch und dadurch entsteht ein Unfall mit mehreren beschädigten Fahrzeugen!

Optionale, oft sinnvolle Versicherungen:

Diese Versicherungen sind nicht unbedingt notwendig und ein Verzicht wird euch im Schadensfall in der Regel nicht vor enorme Probleme stellen – trotzdem sind sie sehr oft sinnvoll.

Krankenversicherung

Traumberuf TierarztDie Krankenversicherung für Tiere übernimmt einen Teil eurer Arztkosten und kann so bei größeren Problemen aushelfen.

Problematisch ist die relativ geringe Auswahl an Anbietern und die starren Richtlinien. Versichert werden meist nur junge und und gesunde Pferde, alte und kranke werden oftmals von den Versicherungen abgelehnt.

OP-Versicherung

Die OP-Versicherung gibt es im Paket mit der Krankenversicherung oder auch einzeln. Sie deckt wie der Name bereits sagt die Operationen ab, die ja bei Pferden schnell sehr teuer werden können.

Fremdreiterversicherung

Diese Versicherung ist manchmal Teil der Tierhalter bzw. Pferdehaftpflichtversicherung, manchmal aber auch nicht. Der Besitzer hafter grundsätzlich immer für Schäden, auch wenn er selbst nicht reitet oder zugegen ist.

Ein Freund oder eine Freundin will auf deinem Pferd reiten und das Tier verursacht dabei Schäden? Kein großes Problem, sofern du diese Versicherung hast! Ob eine Reitbeteiligung abgedeckt ist oder nicht, hängt immer von den Bedingungen ab.

Manchmal sinnvolle Versicherungen:

Lebensversicherung

Die Lebensversicherung ersetzt euch im Falle des Ablebens des Tieres einen Teil des Wertes. Was für Todesumstände versichert sind, unterscheidet sich von Versicherung zu Versicherung. Szenarien wie ein abbrennender Stall sind hierdurch noch einmal gesichert.

Transportversicherung

Die Transportversicherung ähnelt der Lebensversicherung und ist manchmal sogar Teil dieser. Wenn euer Pferd bei einem Transport stirbt oder eine notwendige Nottötung notwendig wird, springt die Versicherung ein.


Welche Versicherung hast du für dich und dein Pferd gewählt? Oder benötigst du noch Rat? Hinterlasse uns einen Kommentar!

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